Wenn der Markenname für Beliebigkeit steht!

Weekday, Workday oder Wednesday? Wer denkt bei diesen Begriffen an Unternehmen? Ja, diese Frage kann man auch bei Apple stellen. Allerdings weiß hier jeder worum es geht. Bei den drei aufgeführten Beispielen handelt es sich um Speziallösungen, deren Marketing eine viel kleinere Zielgruppe anspricht. Dennoch haben diese Markennamen gemein, dass sie für Beliebigkeit stehen und sich nicht so leicht emotional aufladen lassen.

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Quelle: eigenes Bild

Heute schon bei Weekday online Fashion gekauft? 😉 Die haben ja schließlich auch am Sonntag geöffnet. 😉 Ist ja ein Wochentag, ein Arbeitstag, also ein Workday eben. Außer Mittwoch, da ist zu – aber nicht online! 😉

 

 

Autoaufkleber

Ich will Sticker! Autoaufkleber sind alltäglich, die Bandbreite von „Baby an Board“ über Korsika Ferries bis hin zum favorisierten Fußballverein ist sehr groß. Meist sind es doch eher wenige platzierte Aufkleber die sich auf Autos befinden. Hier eine Idee wie man all seine bevorzugten Marken und Botschaften auf seinem Auto zu Schau stellen kann und gleichzeitig noch total individuell ist.

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Quelle: eigenes Bild

 

Die Welt trinkt RADLER!

In Deutschland gibt es nicht nur in Sachen Bier jede Menge regionale Unterschiede. Während es bei der notwendigen Bezeichnung (Radler, Alster, Acco…) für ein Biermixgetränk hierzulande darauf ankommt, wo man gerade in welcher Bar oder Kneipe ein Biermischgetränkt bestellt, ist der Fall außerhalb Deutschlands offenbar schon längst geklärt.

Bei Brauereien in der ganzen Welt hat sich die Bezeichnung Radler für Bier mit weißer Zitronenlimonade durchgesetzt. Viele große und kleine Brauereien bzw. Biermarken von „A“ wie Amstel über „B“ wie Bavaria bis „F“ Fosters haben Radler im Sortiment. Hier ein Beispiel aus Sardinien:

Ichnusa Radler

Durch die Wahl eines deutschen Markenbegriffes wird das Bier zusätzlich mit positiven Assoziationen und einem „Made in Germany“ aufgeladen. Schön, dass sich eine weitere Produktbezeichnung  offenbar international durchsetzt um Bier + Limo zu verkaufen. Trinkt mehr Radler 😉

Bad Boys Rentner machen die Städte unsicher?

Senioren und Bad Boys passt das zusammen? Für viele gesellschaftliche Gruppen erfüllen Marken unterschiedlichste Aufgaben. Sie grenzen ab oder erzeugen Zusammengehörigkeit, sie transportieren Images und Wertigkeiten. Dies gilt insbesondere für Bekleidungsmarken. Ob die Person auf dem unterstehenden Bild seine Jacke nach dem Namen der Marke gekauft hat? Wahrscheinlicher ist, dass ihm die Farbe gefiel und die Bezeichnung Bad Boy für ihn keine Bedeutung hat.

Quelle: Eigenes Bild

Quelle: Eigenes Bild

Vielleicht entsteht hier aber auch gerade ein neuer Trend in der Altersgruppe 60+ und künftig prägen die Bad Boy Rentner die Fußgängerzonen und Innenstädte. 😉

Wenn die Marke zum Problem wird.

Wer im Internet nach Informationen zu RasenBallsport Leipzig e.V.  bzw. auch RB Leipzig oder gerne auch nach Rasenball Leipzig sucht, wird ziemlich schnell auf die tobenden Diskussionen rund um die zunehmende Kommerzialisierung im Fußball stoßen. Dabei hat sich RB Leipzig in der Welt der Fußballfans zum umstrittensten deutschen Fußballclub entwickelt*. Die von vielen Fangruppen vertretene Position „Tradition kann man nicht kaufen“, wird auch von führenden Persönlichkeiten der Bundesliga vertreten. Innerhalb des DfB und der DFL macht sich diese Position an der Frage „50+1-Regel“ fest. Es gibt viele Argumente pro und contra Traditionsverein. In der Regel haben die sogenannten Kommerzvereine deutlich weniger Anhänger als die Traditionsvereine. Neben RB Leipzig werden auch immer wieder die Vereine VfL Wolfsburg, Bayer 04 Leverkusen oder die TSG 1899 Hoffendem als Kommerzvereine angeführt. Diese zeichnen sich ihrerseits hingegen durch einen starken und einflussreichen Geldgeber im Hintergrund oder auch im Vordergrund. Kritisiert wird, dass mit Geld Erfolg im Sport gekauft wird, um die eigene Marke wie z. B. VW, Bayer oder SAP zu positionieren.

Im Falle von RB Leipzig ist der Bezug zu dem dahinter stehenden Geldgeber der Firma Red Bull schon durch den Namen des Vereins klar. Dies führt sogar dazu das Gästefans von Traditionsvereinen RB Leipzig boykottieren*. Wenn also eine Marke mittels Übernahme einen ganzen Verein in seinen Besitz bringt, dann ist das durchaus kritisch zu hinterfragen und löst zurecht Kontroversen aus, da die Traditionsverein ja unmittelbar zu ihrem Nachteil davon betroffen sind. Es entstehen somit plötzlich Wettbewerber mit Millionenetats für Ungleichgewicht sorgen. Kann man Erfolg im Fußball also kaufen? Wie man auch immer dazu steht, wer sich als Kommerzverein progressiv positioniert, muss leider auch mit negativen Effekten und Auswirkungen für die eigene Firma oder Marke rechnen. Hier ein Beispiel im Falle von Red Bull.

Wenn die Marke zum Problem wird:

Quelle: Eigenes Bild

Quelle: Eigenes Bild

Dieses in einem Münchner Supermarkt von mir aufgenommene Bild dokumentiert einem Trend innerhalb der deutschen Fußballszene. Hierbei drücken Fußballfans an Tankstellen in der Gastronomie und in Supermärkten durch das anbringen von „Nein zu RB“ Aufklebern an Red Bull Kühlschränken die Ablehnung des Kommerzvereins RB Leipzig aus. Die Ironie dabei ist, das RB sowohl als Rasenball aber auch als Red Bull gedeutet werden kann. Somit werden die Marketingstrategen der Firma Red Bull ad absurdum geführt und mit ihren eigenen Mitteln geschlagen. Es bleibt abzuwarten, ob es so zu einer dauerhaften Schädigung der Marke Red Bull kommt?